Handbuch Nahrungsergänzungen
Produktbeschreibung
Supplements optimal nutzen
Wirksamkeit, Dosierung und Kombinationen von leistungssteigernden Nahrungsergänzungen für Sport & Gesundheit
Das „Handbuch Nahrungsergänzungen“ für Bodybuilder und Kraftsportler mit allen neuen Supplements: Prohormone (inklusive DHEA und Cyclodextrin-Transportkomplex), Melatonin, L-Glutamin, HMB, Vandylsulfat, Tribulus terrestris, CLA, Guggulsterone, Chrysin, Ipriflavon, Glycerin, Clomiphen, GABA, Metformin, Saw Palmetto, Phospatidylserin, essentielle Fettsäuren (Linol- und Linolensäure, Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren), Cyclofenil, GHB, Clenbuterol, Meal Replacement Powder, Antioxidantien und sinnvolle Kombinationen (mit Lycopin und Alpha-Liponsäure), Creatin, CoEnzym Q-10, Phosphatsalze, Johanniskraut, Dibencozide, Pangamsäure, Succinate, Inosin, PABA, Ephedrin/Coffein (und Kombinationen) Hydergin, Pirace-tam, Drüsenextrakte, Smilax Officianalis, Beta Sitosterol, Yohimbe, Gamma Oryzanol, Gingko, Ginseng, Eleutherococcus, Maté, Inositol, Cholin/Lecithin, Mittelkettige Triglyzeride (MCTs), Fructose, Aspirin, alle 12 Vitamine, alle 6 Mineralstoffe, sowie Eisen, Zink, Kupfer, Jod, Selen, Mangan, Bor, Chrom, die verschiedenen Pro-teinarten (Laktalbumin bzw. Whey Protein, Casein, Eiprotein, Sojaprotein) und Informationen zu Proteinpulvern, Weight Gainern und Vitaminpräparaten.
Dieses Buch liefert wissenschaftlich belegte Fakten für die tägliche Ernährungsplanung mit Supplements für den Sportler; doch auch Nicht-Sportler, die sich für Vitamine, Mineralien und gesundheitsfördernde Substanzen interessieren, profitieren von den klaren Informationen. So finden sich z.B. zu jeder behandelten Substanz ein „Datenblatt“ zur schnellen Übersicht über Wirkungsweise, Dosierung, Neben- und Wechselwirkungen. Endlich klare Antworten: Was wirkt und was nicht? Sind Nebenwirkungen, bzw. Wechselwirkungen mit anderen Substanzen zu erwarten? Im Wettkampf erlaubt oder auf der Dopingliste? Wo zu beziehen und was kostet es? Solide Information, die hilft, sinnvoll in Supplements zu investieren.
„Handbuch Nahrungsergänzungen“ – Datenblatt Vitamin C
Positive Effekte: Wirkt mit bei der Collagensynthese und beim Aufbau von Steroidhormonen, sowie im Stoffwechsel von Phenylalanin, Tyrosin, Folsäure und Eisen; starkes Antioxidans, hat cortisolsenkende Wirkung.
Biologische Verfügbarkeit: 1. Wahl: Ascorbinsäure. 2. Wahl: Salze der Ascorbinsäure (Ascorbate).
Dosierung: 200mg bis mehrere Gramm pro Tag, mehrmals täglich zu den Mahlzeiten einnehmen.
Nebenwirkungen: Sehr selten; bei hohen Dosierungen Gesichtsrötung, Harndrang, Krämpfe im Unterbauch, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen möglich.
Wechselwirkungen: Sulfonamide und Tetracycline (Antibiotika), orale Kontrazeptiva, Barbiturate (Schlafmittel) und Aspirin vermindern die Aufnahme von Vit. C; Vit. C seinerseits vermindert die Resorption von Kupfer und (ab 5 Gramm pro Tag) die Wirkung von Anticoagulantien („blutverdünnenden“ Medikamenten). Bei Einnahme oraler Kontrazeptiva kann Vit. C (ab 1 Gramm pro Tag) die Östrogenspiegel im Blut erhöhen.
Leseprobe:
[Auszug aus dem "Handbuch Nahrungsergänzungen", herausgegeben von Klaus Arndt, Novagenics Verlag 1999]
Melatonin wurde 1994 in den USA als Nahrungsergänzung eingeführt. Das im menschlichen Körper natürlich vorkommende Hormon sollte frei von Nebenwirkungen sein, aber gegen viele Unpäßlichkeiten ebenso helfen, wie gegen ernsthafte Erkrankungen.
Melatonin (NAcetyl5Methoxytryptamin) wird in der Zirbeldrüse des Gehirns unter Einfluß von Sonnenlicht aus der Aminosäure Tryptophan synthetisiert. Das Maximum der körpereigenen Produktion findet sich nachts zwischen 2 und 3 Uhr. Nach dem 30. Lebensjahr nimmt die MelatoninSynthese im Körper beständig ab. Im Alter von 70 bis 80 Jahren wird fast nichts mehr von diesem Hormon produziert. Im Gegensatz zum Adrenalin, das aktivierend wirkt, entfaltet Melatonin eine beruhigende Wirkung: Die Herzfrequenz sinkt und der Muskeltonus nimmt ab. Daher findet Melatonin häufig Anwendung zur Bekämpfung von Schlafstörungen und zur erleichterten Umstellung auf andere Tagesrhythmen, wie z.B. bei JetLag oder Schichtarbeit. Andere mögliche Einsatzgebiete von Melatonin werden ebenfalls diskutiert, z.B. bei Morbus Alzheimer, Depressionen, Morbus Parkinson oder zur Behandlung von Schlaganfällen, nach denen es zu einer Verarmung an Melatonin im Gehirn kommen kann [3].
Neben seiner Wirkung als MAOHemmer, die den Serotoninspiegel im Gehirn erhöht, zeigt Melatonin signifikante Auswirkungen auf die Blutfette. So konnten deutliche Rückgänge von Gesamtcholesterin und "schlechtem" LDLCholesterin bei Gabe von Melatonin beobachtet werden [3]. Weiterhin bekannt sind stark antioxidative Eigenschaften dieses Hormons. Da sehr viele degenerative Erkrankungen zumindest teilweise auf verstärkte Oxidierungsprozesse zurückgeführt werden (u.a. auch der Alterungsprozess), eröffnet sich dadurch ein breites Spektrum von Anwendungen; allerdings liegen in diesem Bereich noch viel zu wenig Ergebnisse vor, um eine Beurteilung zu erlauben. Im Tierversuch allerdings verlängerte die Gabe von Melatonin die Lebensspanne um 20% [3].
Der Kraftsportler profitiert bei Zufuhr von Melatonin als Nahrungsergänzung von seinem schlaffördernden Effekt, was zu einer besseren Regeneration beiträgt und durch die antioxidative Wirkung, da gerade das Training verstärkt zu oxidativen Prozessen im Körper führt. Zudem hat Melatonin eine cortisolhemmende, also antikatabole Wirkung, die insbesondere unter Streßbedingungen zutage tritt, da es eine erhöhte Sekretion von Vasotocin bewirkt [1, 2]. Aufgrund dieser Wirkung wäre langfristig eine Förderung des Muskelaufbaus denkbar, auch wenn dazu noch keine wissenschaftlichen Studien existieren. Obendrein konnten viele Studien eine erhöhte WachstumshormonAusschüttung bei Gabe von Melatonin feststellen. Dies war zwar nicht bei allen, doch bei der überwiegenden Zahl der Untersuchungen der Fall [3]. Der Körper des jungen Athleten kann ausreichend Melatonin selbst herstellen; die körpereigene Melatoninproduktion wird allerdings gehemmt durch Aspirin und andere sog. nichtsteroidale Antirheumatika, Kaffee, Rauchen und Alkohol.
Melatonin gilt als ungiftige und nebenwirkungsfreie Substanz. Allerdings berichten manche, die es ausprobiert haben, von einer erhöhten Schläfrigkeit am nächsten Tag, gerade bei längerdauernder Einnahme (sog. "ÜberhangEffekt"). Daher empfiehlt es sich, Melatonin nur abends, ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen einzunehmen, und dies auch nur für 3–5 Tage pro Woche. Die übliche Startdosis beträgt 1mg; sie wird gesteigert, bis die gewünschte Optimierung der Schlafqualität erreicht wird (meist bei 3mg). Höhere Dosierungen, bis zu 6mg, werden für einige Tage zur Behebung des JetLags oder bei Umstellungen in der Schichtarbeit verwendet.
Eine andere, wenn auch seltene Nebenwirkung von Melatonin scheinen Alpträume zu sein, auch bei solchen Leuten, die damit normalerweise keine Probleme haben. Einige Personen berichten von diesem Effekt schon bei den ersten Einnahmen, bei anderen stellt er sich zuweilen nach längerem Gebrauch ein. Das Auftreten von Alpträumen scheint mit steigender Dosis zuzunehmen.
Melatonin fällt in Deutschland unter das Arzneimittelgesetz, ist allerdings nicht zum Vertrieb zugelassen. Der Grund dafür ist eine bislang noch nicht nachgewiesene "Sicherheit" der Substanz. Die Zulassung als Arzneimittel (und damit ein legaler Vertrieb) in Deutschland wird aber aller Voraussicht nach nicht erfolgen, da die Substanz nicht mehr patentierbar ist. Deshalb wird wohl kein PharmaUnternehmen die kostspielige und langwierige Zulassung beim Bundesgesundheitsamt anstreben.
Ein weiterer Grund für die auffällige Zurückhaltung vieler PharmaFirmen in Bezug auf Melatonin mag wohl auch in dem Umstand zu suchen sein, daß das sehr preisgünstige und nebenwirkungsarme Melatonin für die Vielzahl sehr profitabler Schlafmittel auf dem deutschen Markt eine echte Konkurrenz darstellen würde. So stellt sich wieder einmal die Frage, was das deutsche Arzneimittelgesetz eigentlich schützt: Den zementierten Arzneimittel-Markt und die Profitmargen der PharmaUnternehmen in Deutschland, oder den Verbraucher vor Nebenwirkungen und überhöhten Preisen. Aktuellen Schätzungen zufolge haben seit der Einführung von Melatonin etwa 40 Millionen Menschen in den USA die Substanz eingenommen; Nebenwirkungen, außer den zuvor beschriebenen, sind bislang nicht bekannt geworden.
Melatonin ist in den USA und im europäischen Ausland als Nahrungsergänzung erhältlich und kann dort per MailOrder oder über das Internet bestellt werden. Bei Lieferungen aus dem EGAusland an private Verbraucher in Deutschland muß mit den üblichen Problemen gerechnet werden; zu empfehlen ist die Bestellung über eine Apotheke. Wer ganz sicher gehen will, legt dort ein Privatrezept vom Hausarzt vor. Die Einfuhrumsatzsteuer sollte bedacht werden, ebenso wie ev. fällige Zollgebühren.
[1] Aoyama H, Mori N, Mori W (1987) Antiglucocorticoid effects of melatonin on adult rats. Acta Pathol Jpn 37: 1143-8
[2] Maestroni GJ, Conti A, Pierpaoli W (1986) Role of the pineal gland in immunity. Circadian synthesis and release of melatonin modulates the antibody response and antagonizes the immunosuppressive effect of corticosterone. J Neuroimmunol 13: 19-30
[3] Maurizi CP (1990) The therapeutic potential for tryptophan and melatonin: possible roles in depression, sleep, Alzheimer's disease and abnormal aging. Med Hypotheses 31: 233-42
Wirksamkeit, Dosierung und Kombinationen von leistungssteigernden Nahrungsergänzungen für Sport & Gesundheit
Das „Handbuch Nahrungsergänzungen“ für Bodybuilder und Kraftsportler mit allen neuen Supplements: Prohormone (inklusive DHEA und Cyclodextrin-Transportkomplex), Melatonin, L-Glutamin, HMB, Vandylsulfat, Tribulus terrestris, CLA, Guggulsterone, Chrysin, Ipriflavon, Glycerin, Clomiphen, GABA, Metformin, Saw Palmetto, Phospatidylserin, essentielle Fettsäuren (Linol- und Linolensäure, Omega-6 und Omega-3 Fettsäuren), Cyclofenil, GHB, Clenbuterol, Meal Replacement Powder, Antioxidantien und sinnvolle Kombinationen (mit Lycopin und Alpha-Liponsäure), Creatin, CoEnzym Q-10, Phosphatsalze, Johanniskraut, Dibencozide, Pangamsäure, Succinate, Inosin, PABA, Ephedrin/Coffein (und Kombinationen) Hydergin, Pirace-tam, Drüsenextrakte, Smilax Officianalis, Beta Sitosterol, Yohimbe, Gamma Oryzanol, Gingko, Ginseng, Eleutherococcus, Maté, Inositol, Cholin/Lecithin, Mittelkettige Triglyzeride (MCTs), Fructose, Aspirin, alle 12 Vitamine, alle 6 Mineralstoffe, sowie Eisen, Zink, Kupfer, Jod, Selen, Mangan, Bor, Chrom, die verschiedenen Pro-teinarten (Laktalbumin bzw. Whey Protein, Casein, Eiprotein, Sojaprotein) und Informationen zu Proteinpulvern, Weight Gainern und Vitaminpräparaten.
Dieses Buch liefert wissenschaftlich belegte Fakten für die tägliche Ernährungsplanung mit Supplements für den Sportler; doch auch Nicht-Sportler, die sich für Vitamine, Mineralien und gesundheitsfördernde Substanzen interessieren, profitieren von den klaren Informationen. So finden sich z.B. zu jeder behandelten Substanz ein „Datenblatt“ zur schnellen Übersicht über Wirkungsweise, Dosierung, Neben- und Wechselwirkungen. Endlich klare Antworten: Was wirkt und was nicht? Sind Nebenwirkungen, bzw. Wechselwirkungen mit anderen Substanzen zu erwarten? Im Wettkampf erlaubt oder auf der Dopingliste? Wo zu beziehen und was kostet es? Solide Information, die hilft, sinnvoll in Supplements zu investieren.
„Handbuch Nahrungsergänzungen“ – Datenblatt Vitamin C
Positive Effekte: Wirkt mit bei der Collagensynthese und beim Aufbau von Steroidhormonen, sowie im Stoffwechsel von Phenylalanin, Tyrosin, Folsäure und Eisen; starkes Antioxidans, hat cortisolsenkende Wirkung.
Biologische Verfügbarkeit: 1. Wahl: Ascorbinsäure. 2. Wahl: Salze der Ascorbinsäure (Ascorbate).
Dosierung: 200mg bis mehrere Gramm pro Tag, mehrmals täglich zu den Mahlzeiten einnehmen.
Nebenwirkungen: Sehr selten; bei hohen Dosierungen Gesichtsrötung, Harndrang, Krämpfe im Unterbauch, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen möglich.
Wechselwirkungen: Sulfonamide und Tetracycline (Antibiotika), orale Kontrazeptiva, Barbiturate (Schlafmittel) und Aspirin vermindern die Aufnahme von Vit. C; Vit. C seinerseits vermindert die Resorption von Kupfer und (ab 5 Gramm pro Tag) die Wirkung von Anticoagulantien („blutverdünnenden“ Medikamenten). Bei Einnahme oraler Kontrazeptiva kann Vit. C (ab 1 Gramm pro Tag) die Östrogenspiegel im Blut erhöhen.
Leseprobe:
[Auszug aus dem "Handbuch Nahrungsergänzungen", herausgegeben von Klaus Arndt, Novagenics Verlag 1999]
Melatonin wurde 1994 in den USA als Nahrungsergänzung eingeführt. Das im menschlichen Körper natürlich vorkommende Hormon sollte frei von Nebenwirkungen sein, aber gegen viele Unpäßlichkeiten ebenso helfen, wie gegen ernsthafte Erkrankungen.
Melatonin (NAcetyl5Methoxytryptamin) wird in der Zirbeldrüse des Gehirns unter Einfluß von Sonnenlicht aus der Aminosäure Tryptophan synthetisiert. Das Maximum der körpereigenen Produktion findet sich nachts zwischen 2 und 3 Uhr. Nach dem 30. Lebensjahr nimmt die MelatoninSynthese im Körper beständig ab. Im Alter von 70 bis 80 Jahren wird fast nichts mehr von diesem Hormon produziert. Im Gegensatz zum Adrenalin, das aktivierend wirkt, entfaltet Melatonin eine beruhigende Wirkung: Die Herzfrequenz sinkt und der Muskeltonus nimmt ab. Daher findet Melatonin häufig Anwendung zur Bekämpfung von Schlafstörungen und zur erleichterten Umstellung auf andere Tagesrhythmen, wie z.B. bei JetLag oder Schichtarbeit. Andere mögliche Einsatzgebiete von Melatonin werden ebenfalls diskutiert, z.B. bei Morbus Alzheimer, Depressionen, Morbus Parkinson oder zur Behandlung von Schlaganfällen, nach denen es zu einer Verarmung an Melatonin im Gehirn kommen kann [3].
Neben seiner Wirkung als MAOHemmer, die den Serotoninspiegel im Gehirn erhöht, zeigt Melatonin signifikante Auswirkungen auf die Blutfette. So konnten deutliche Rückgänge von Gesamtcholesterin und "schlechtem" LDLCholesterin bei Gabe von Melatonin beobachtet werden [3]. Weiterhin bekannt sind stark antioxidative Eigenschaften dieses Hormons. Da sehr viele degenerative Erkrankungen zumindest teilweise auf verstärkte Oxidierungsprozesse zurückgeführt werden (u.a. auch der Alterungsprozess), eröffnet sich dadurch ein breites Spektrum von Anwendungen; allerdings liegen in diesem Bereich noch viel zu wenig Ergebnisse vor, um eine Beurteilung zu erlauben. Im Tierversuch allerdings verlängerte die Gabe von Melatonin die Lebensspanne um 20% [3].
Der Kraftsportler profitiert bei Zufuhr von Melatonin als Nahrungsergänzung von seinem schlaffördernden Effekt, was zu einer besseren Regeneration beiträgt und durch die antioxidative Wirkung, da gerade das Training verstärkt zu oxidativen Prozessen im Körper führt. Zudem hat Melatonin eine cortisolhemmende, also antikatabole Wirkung, die insbesondere unter Streßbedingungen zutage tritt, da es eine erhöhte Sekretion von Vasotocin bewirkt [1, 2]. Aufgrund dieser Wirkung wäre langfristig eine Förderung des Muskelaufbaus denkbar, auch wenn dazu noch keine wissenschaftlichen Studien existieren. Obendrein konnten viele Studien eine erhöhte WachstumshormonAusschüttung bei Gabe von Melatonin feststellen. Dies war zwar nicht bei allen, doch bei der überwiegenden Zahl der Untersuchungen der Fall [3]. Der Körper des jungen Athleten kann ausreichend Melatonin selbst herstellen; die körpereigene Melatoninproduktion wird allerdings gehemmt durch Aspirin und andere sog. nichtsteroidale Antirheumatika, Kaffee, Rauchen und Alkohol.
Melatonin gilt als ungiftige und nebenwirkungsfreie Substanz. Allerdings berichten manche, die es ausprobiert haben, von einer erhöhten Schläfrigkeit am nächsten Tag, gerade bei längerdauernder Einnahme (sog. "ÜberhangEffekt"). Daher empfiehlt es sich, Melatonin nur abends, ca. 30 Minuten vor dem Schlafengehen einzunehmen, und dies auch nur für 3–5 Tage pro Woche. Die übliche Startdosis beträgt 1mg; sie wird gesteigert, bis die gewünschte Optimierung der Schlafqualität erreicht wird (meist bei 3mg). Höhere Dosierungen, bis zu 6mg, werden für einige Tage zur Behebung des JetLags oder bei Umstellungen in der Schichtarbeit verwendet.
Eine andere, wenn auch seltene Nebenwirkung von Melatonin scheinen Alpträume zu sein, auch bei solchen Leuten, die damit normalerweise keine Probleme haben. Einige Personen berichten von diesem Effekt schon bei den ersten Einnahmen, bei anderen stellt er sich zuweilen nach längerem Gebrauch ein. Das Auftreten von Alpträumen scheint mit steigender Dosis zuzunehmen.
Melatonin fällt in Deutschland unter das Arzneimittelgesetz, ist allerdings nicht zum Vertrieb zugelassen. Der Grund dafür ist eine bislang noch nicht nachgewiesene "Sicherheit" der Substanz. Die Zulassung als Arzneimittel (und damit ein legaler Vertrieb) in Deutschland wird aber aller Voraussicht nach nicht erfolgen, da die Substanz nicht mehr patentierbar ist. Deshalb wird wohl kein PharmaUnternehmen die kostspielige und langwierige Zulassung beim Bundesgesundheitsamt anstreben.
Ein weiterer Grund für die auffällige Zurückhaltung vieler PharmaFirmen in Bezug auf Melatonin mag wohl auch in dem Umstand zu suchen sein, daß das sehr preisgünstige und nebenwirkungsarme Melatonin für die Vielzahl sehr profitabler Schlafmittel auf dem deutschen Markt eine echte Konkurrenz darstellen würde. So stellt sich wieder einmal die Frage, was das deutsche Arzneimittelgesetz eigentlich schützt: Den zementierten Arzneimittel-Markt und die Profitmargen der PharmaUnternehmen in Deutschland, oder den Verbraucher vor Nebenwirkungen und überhöhten Preisen. Aktuellen Schätzungen zufolge haben seit der Einführung von Melatonin etwa 40 Millionen Menschen in den USA die Substanz eingenommen; Nebenwirkungen, außer den zuvor beschriebenen, sind bislang nicht bekannt geworden.
Melatonin ist in den USA und im europäischen Ausland als Nahrungsergänzung erhältlich und kann dort per MailOrder oder über das Internet bestellt werden. Bei Lieferungen aus dem EGAusland an private Verbraucher in Deutschland muß mit den üblichen Problemen gerechnet werden; zu empfehlen ist die Bestellung über eine Apotheke. Wer ganz sicher gehen will, legt dort ein Privatrezept vom Hausarzt vor. Die Einfuhrumsatzsteuer sollte bedacht werden, ebenso wie ev. fällige Zollgebühren.
[1] Aoyama H, Mori N, Mori W (1987) Antiglucocorticoid effects of melatonin on adult rats. Acta Pathol Jpn 37: 1143-8
[2] Maestroni GJ, Conti A, Pierpaoli W (1986) Role of the pineal gland in immunity. Circadian synthesis and release of melatonin modulates the antibody response and antagonizes the immunosuppressive effect of corticosterone. J Neuroimmunol 13: 19-30
[3] Maurizi CP (1990) The therapeutic potential for tryptophan and melatonin: possible roles in depression, sleep, Alzheimer's disease and abnormal aging. Med Hypotheses 31: 233-42
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